Gemeinde Hemmingen

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Hemminger Wald

195 ha Wald im waldärmsten Landkreis Deutschlands

Holzeinschlag im Gemeindewald, Waldmeister Schäuffelin, 1950
Holzeinschlag im Gemeindewald, Waldmeister Schäuffelin, 1950

Auf der Hemminger Gemarkung befinden sich ca. 195 ha Wald, davon sind ca. 150 ha Gemeindewald. Der Hemminger Wald besteht zu 81% aus Laubholz (davon 56% Buchen und 38% Eichen) und zu 19% aus Nadelbäumen (68% Fichten, 10% Kiefern, 5% Douglasien, 15% Lärchen und sonstige Nadelhölzer)

Bis zum Vordringen der Industrie in zuvor rein ländlichen Gebieten galten Gemeinden mit größerem Waldbesitz als wohlhabend. Durch den alljährlichen Verkauf von Nutzholz konnten Sie auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten mit gesicherten Einnahmen rechnen. Für den Hemminger Gemeindehaushalt bedeutete die Waldnutzung mit dem Verkaufsertrag von Nutz- und Brennholz bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine der wichtigsten Einnahmequellen. Auch wurden außerordentliche Investitionen durch Sondernutzungen gestützt, so z.B. 1876 die Anschaffung einer Feuerspritze und die Ausrüstung der neugegründeten Feuerwehr. 

Seit den fünfziger Jahrens des vorigen Jahrhunderts hat der Holzertrag seine Bedeutung für die Gemeindefinanzen weitgehend verloren. Schwankende Holzpreise, zunehmende Verwendung ausländischer Hölzer und das Vordringen von Kunststoffen stehen den erheblich gestiegenen Kosten für Pflegemaßnahmen und Holzarbeiten gegenüber.

Trotzdem war und ist dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung der Wald wichtig und so werden auch heute noch eigene Waldarbeiter beschäftigt.

Zwischenzeitlich hat durch die gestiegenen Rohstoffpreise von fossilen Brennstoffen auch der Brennholzhandel wieder eine Renaissance erlebt. So erfreut sich die alljährlich durchgeführte Brennholzversteigerung im Hemminger Wald steigender Beliebtheit.

Der Hemminger Gemeinderat beim Waldbegang 2015 zusammen mit Revierförster Frank

Jedes Jahr unternimmt der Hemminger Gemeinderat zusammen mit dem zuständigen Revierförster und einem Vertreter des Fachbereichs Forsten beim Landratsamt Ludwigsburg einen Waldbegang um sich über die Waldnutzung, geplante Aufforstungen und die Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern zu informieren.

Wellingtonien im Schloßpark und Gewann Rohrsperg

Ein besonderes Naturdenkmal auf Hemminger Gemarkung sind die Wellingtonien im Gewann Rohrsperg. Es handelt sich dabei um die Art Riesensequoia, den Mammutbaum, der erst 1850 im kalifornischen Felsengebirge entdeckt worden war, wo er Höhen bis zu 100 Metern erreicht. Auf Veranlassung König Wilhelms I. hatte man 1864 ein Pfund des sehr leichten Samens aus Kalifornien bezogen und in den Kalthäusern der Wilhelma ausgesät. Die Ausbeute an Sämlingen war sehr hoch. Um zu erproben, ob sich der Baum, der außerordentliche Holzmengen erzeugt, zur Anpflanzung in unserem Klima eignet, wurden die Pflänzchen auf verschiedene Forstämter im Lande verteilt. Auch der damalige Minister von Varnbüler interessierte sich für den Versuch und ließ Anpflanzungen im Rohrsperg und im Schloßpark vornehmen.

Brennholzversteigerung

Holzversteigerung im Januar 2013
Holzversteigerung im Januar 2013

Jedes Jahr im Januar findet die Brennholzversteigerung statt. Unter den Hammer kommen dabei einige Polder Brennholz kurz, zahlreiche Lose Brennholz lang und Flächenlose.

Auf die Versteigerung wird im Amtsblatt, durch Pressemitteilungen und hier auf der Homepage aufmerksam gemacht. Vor der Versteigerung können dann auch die Losliste und die Standorte des gelagerten Holzes heruntergeladen werden.