Münchinger Straße 5: Gemeinde Hemmingen

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Münchinger Straße 5

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Schloss Hemmingen

1852-54 ließ Karl Friedrich Gottlob Frhr. von Varnbüler das Schloss durch Umbau und Erweiterung in seine heutige Gestalt versetzen. Die Finanzierung wurde durch das Erbe der Ehefrau des Barons, einer Tochter des Augsburger Bankiers Frhr. von Süßkind, gesichert. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Anlage des Schlossparks als Landschaftspark im englischen Stil.

Umbau und Erweiterung folgten der Planung des Stuttgarter Architekten Christian Friedrich Leins, der kurz zuvor die Villa Berg für das württembergische Kronprinzenpaar Karl und Olga erstellt hatte.

Als „Eklektizist“ verstand es Leins, Elemente verschiedener Baustile in eigenständiger Umformung anzuwenden. Von ihm stammen u.a. der Stuttgarter Königsbau und die Johanneskirche. Als Professor am Stuttgarter Polytechnikum wurde er Mitbegründer des weitreichenden Rufs der Stuttgarter Architekturfakultät.

Im Schloss wohnten zeitweise bis zu drei Familienzweige des Barons.

Von 1914 bis Anfang 1919 war im ersten und zweiten Stock des Schlosses ein Genesungsheim für verwundete Soldaten des ersten Weltkriegs untergebracht.

1946 wurde das Schloss für mehrere Jahre zur ersten Unterkunft für 29 heimatvertriebene Familien.

Nach dem Auszug dieser Familien befand sich das Schloss in einem ziemlich mitgenommenen Zustand. 1953 richtet sich dort eine Fabrik für Jerseykleider ein. Dieser erste Industriebetrieb in Hemmingen beschäftigte 31 Arbeitskräfte. Von 1955 bis 1983 beherbergte es ein Damenstift und ein Altersheim.

Nach Abschluss eines Mietvertrages mit der Gemeinde und einer umfassender Renovierung konnte das Rathaus im Oktober 1985 in die Räume des Schlosses verlegt werden.

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