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Einweihung des Ilse-Entenmann-Platzes

Einweihung Ilse-Entenmann-Platz am 25.03.2019
Trotz kaltem, windigem Wetter sind am vergangenen Montag ungefähr 50 interessierte Hemminger zusammengekommen, um gemeinsam die Einweihung des Ilse-Entenmann-Platzes zu begehen. Der neu geschaffene Platz liegt am Ende der Eisenbahnstraße Richtung In der Hälde.

Trotz kaltem Wetter fanden viele Hemminger den Weg zum Ilse-Entenmann-Platz
Trotz kaltem Wetter fanden viele Hemminger den Weg zum Ilse-Entenmann-Platz

Bürgermeister Schäfer eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Grußwort. Anschaulich erinnerte er an die in vielen Bereichen vorbildhafte Hemminger Bürgerin, die in diesem Jahr ihren einhundertsten Geburtstag gefeiert hätte. Frau Entenmann war für ihre Zeit sehr fortschrittlich, dies zeigte sich unter anderem daran, dass sie bereits als junge Frau einen Führerschein besaß und mehrere Berufe lernte und ausübte. Auch die Führung der Sparkassenfiliale in ihrem Elternhaus übernahm sie, was damals sehr ungewöhnlich war. Ihren Alltag gründete Frau Entenmann auf ihren christlichen Glauben. Das tägliche Bibellesen gehörten wie der sonntägliche Kirchgang und der Besuch der Hahnschen Gemeinschaftsstunden selbstverständlich zu ihrem Leben. Mit ihrem Testament hat sie die bürgerliche und evangelische Gemeinde reich bedacht. Und auch das Totenglöckchen auf dem Hemminger Friedhof wurde von ihr gestiftet.
Auf Anregung der CDU-Gemeinderatsfraktion nahm man vor einigen Jahren die Suche nach einem würdigen Platz auf, an dem die Gemeinde an Ilse Entenmann erinnern kann. Nach engagierter Arbeit des Hemminger Bauhofs steht mit dem Ilse-Entenmann-Platz ein gemütlicher Ort zum Verweilen für alle Hemminger zur Verfügung.
Neben dem Ahornbaum, unter dem eine runde Bank aufgestellt worden ist, findet man viele Apfelbäume am Ilse-Entenmann-Platz.

BM Schäfer (links) und Ortspomologe Braun
BM Schäfer (links) und Ortspomologe Braun

Der Orts-Pomologe Matthias Braun erklärt, dass es sich bei den Apfelbäumen um eine alte Hemminger Baumsorte handelt, die inzwischen fast ausgestorben ist. Mit den Pflanzungen wird ein wichtiger Schritt zur Rekultivierung der sogenannten „Kleinen Fleiner“ getan.

Gemeinsam wurde auch musikalisch ein Baum gepflanzt
Gemeinsam wurde auch musikalisch ein Baum gepflanzt

Die Kinder des in direkter Nachbarschaft zum Ilse-Entenmann-Platz gelegenen Kindergartens Hälde bereiteten die folgende Pflanzaktion mit
dem Lied „Wir pflanzen einen Baum“ vor. Beim Mitsingen und Mitklatschen wurden die kalten Gliedmaßen wieder aufgewärmt.

Bei der Pflanzaktion packten Groß und Klein mit an
Bei der Pflanzaktion packten Groß und Klein mit an

Passend zur Blumenbepflanzung am Ilse-Entenmann-Platz führten danach die Kindergartenkinder einen liebevoll choreografierten Blumentanz auf.

Die Kindergartenkinder beim Blumentanz
Die Kindergartenkinder beim Blumentanz

Anschließend folgte die Enthüllung des Gedenkschilds. Gemeinsam mit Bürgermeister Schäfer und Pfarrerin Heckmann nahmen mit Helmut Entenmann und Horst Arnold auch zwei Angehörige von Frau Entenmann teil.
Und kurz nachdem die Gedenktafel enthüllt wurde, werden die Anwesenden dann auch noch von der Sonne mit ein paar wärmenden Strahlen verwöhnt. So konnte die Einweihung bei Apfelsaft, Brezeln und freundlichen Gesprächen ruhig ausklingen.

Die Gedenktafel erhält das Andenken lebendig
Die Gedenktafel erhält das Andenken lebendig
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