Gemeinde Hemmingen

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Alter Schulplatz 5

Laurentiuskirche

Bereits um 900 besteht in Hemmingen eine Kirche (Basilika). Sie lag an der Außengrenze des „fränkischen“ Bistums Speyer. Kirche und ganz Hemmingen waren von ca. 750 bis 974/980 im Besitz des karolingischen Königsklosters Weißenburg. Grundrisse dieser ersten (Holz?) Kirche sind nicht bekannt. Das Laurentius-Patrozinium der Kirche, erst 1356 erwähnt, verweist noch auf die frühe Weißenburger Zeit. Im 13. Jh. wird an einem Wehr- oder Wachtturm ein kleines Kirchenschiff in Turmbreite angebaut.

Der wesentlich höhere gotische Chor folgt um 1350, 1520 dann der Anbau einer Sakristei. Einführung der Reformation 1559, 25 Jahre später als in Württemberg. Nach der Reformation: Einbau einer Kanzel 1583, 1. und 2. Süderweiterung (1582/1600) des Kirchenschiffs, Portalvorbau und Treppenturm von 1600 mit kleiner Südempore durch die jetzt evangelischen Nippenburger.

1785 erhielt die Kirche ihre heutige äußere Gestalt mit der Norderweiterung und Nordempore, Erhöhung der Südwand, größerer Südempore und Dacherhöhung des Kirchenschiffs. 1856 erfolgt die innere Umgestaltung durch Chr. Fr. Leins. Der „monströse“ Kirchturm (1852 so bezeichnet) wird zweifach abgeschrägt und erhält eine Laterne.