Gemeinde Hemmingen

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Münchinger Straße 5

Schloss Hemmingen

Mitte des 14. Jh. besaß der Hemminger Ortsadel, von Württemberg zur Hälfte mit dem Ort belehnt, einen Steinbau, welcher 1392 urkundlich als „Burg“ erwähnt wurde. Dieser war zusammen mit der Kirche, einer Schulbehausung und dem sogenannten „Neuen Bau“ von Mauern und Gräben umgeben. Nördlich des Steinbaus stand ein runder Torturm.

Um 1450 wurden die Nippenburger und danach 1649 die Freiherren Varnbüler von und zu Hemmingen mit dem Schloss und der Ortshälfte belehnt. 1722 erfolgte eine umfängliche Renovierung; es entstand das sogenannte „Alte Schloss“, welches mit einem Zwischenbau mit dem „Neuen Bau“ verbunden wurde. Dieser wurde 1852 wieder zurückgebaut.

1709 wurde das „Untere Haus“ östlich des „Alten Schlosses“ errichtet und 1817 auf der Gartenseite durch einen Fachwerkanbau ergänzt. Das „Alte Schloss“ und das „Untere Haus“ wurden 1852-1854 von Chr. Fr. Leins im Stil des Historismus umgestaltet und durch einen neugotischen Zwischenbau mit Turm verbunden.

Das „Alte Schloss“ erhielt auf der Parkseite zwei Türme mit Veranda und einen Balkon. Auf der Südseite wurden zwei Erker ergänzt und im Gebäude zwei Stockwerke zusammengelegt, damit das Hauptgeschoß mit einer angemessenen Stockwerkshöhe ausgestattet werden konnte. Seit 1985 wird das Schloss als Rathaus genutzt.