Gemeinde Hemmingen

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Station 19

Schlosspark

1852 wurde der königliche Stuttgarter Baumeister Christian Leins von Friedrich Gottlob Karl von Varnbüler beauftragt, die beiden separaten Schlossteile zu einem Schloss zusammenzufügen. Das Ergebnis ist das heutige Hemminger Schloss. Vom Schlossgarten aus erweckt die Nordseite des neuen neogotischen Schlosses den Eindruck einer englischen „country hall“ des 19. Jahrhunderts. So ist es nicht verwunderlich, dass 1854 der Schlossgarten stimmig im Stil englischer Landschaftsgärten neu angelegt wurde.

Derartige Vorbilder bestanden bei uns schon im Schlossgarten von Hohenheim und im Rosensteinpark. Der Hemminger Schlossgarten ist einer der ganz wenigen in ursprünglicher Gestalt erhaltenen Landschaftsparks unserer Region. Stets findet man Blickachsen vor, die sich an markanten Bäumen orientieren. Bei uns ist die erste zwischen den beiden großen Platanen entlang eines alten Baumbestands von Eichen und Eschen; die zweite ist rechts der wunderschönen Trauerbuche und die dritte vor den Mammutbäumen nach Nordosten.

Diese dritte Blickachse ist in der Gegenrichtung mit Blick auf das Schloss noch schöner. Im Varnbülerschen Archiv finden wir das gesamte Baumverzeichnis von 1925/26 vor, in dem 28 verschiedene Baumarten aufgeführt sind. Exoten wie ein Japanischer Schnurbaum, eine blaue Atlaszeder oder ein liegender Trompetenbaum belegen, dass man „natürlicher als die Natur“ sein wollte.