Gemeinde Hemmingen

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Station 21

Gutshof des Schlosses (abgebrochen) heute „Wohnpark Schlossgut“

An dieser Stelle befand sich bis 1971 der Gutshof. Im Jahre 1801 übernahm Karl Eberhard Friedrich von Varnbüler die Bewirtschaftung des Familiengutes. Während die Bauern noch nach der herkömmlichen Dreifelderwirtschaft verfahren mussten (Wintergetreide – Sommergetreide – Brache), konnte er eine Neunfelderwirtschaft mit geregelter Fruchtfolge und neuen Fruchtarten einführen: Raps – Wintergerste – Klee – Dinkel – Erbsen und Wicken – Bohnen – Kartoffeln – Runkelrüben – Dinkel – Hafer – Brache. Im großen Rahmen wurde Schweinemast und Milchviehwirtschaft betrieben (40-60 Milchkühe).

1971 wurden die Gebäude des Gutshofes abgerissen um dem „Wohnpark Schlossgut“ Platz zu machen und der Hof zu den Seehöfen ausgelagert. Er ist seit 1906 an die Süddeutsche Zucker AG (Südzucker) verpachtet.

Gutshof
Gutshof

Der Gutshof um 1954.
Links: außen die Gärtnerei; die Gebäude von vorn nach hinten: Kutscherhaus, Gärtnerhaus (auf der Hofseite: Brunnen mit Tränke), Kuh-,Ochsen-, Pferdeställe. In der Querreihe das Verwalterhaus, anschließend und rechtwinklig Remisen mit darüberliegenden Fruchtböden. Rechts: Scheunen, Schmiede, Ochsenställe, längs das „Polenhaus“. In der Bildmitte vorn: das ehemalige Brennmeisterhaus mit Milchküche.