Gemeinde Hemmingen

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Aktuelles aus dem Rathaus

Baumpflanzaktion im Gewann Rohrsperg

Hemmingen. Mit einer großen Baumpflanzaktion im Wald zwischen Heimerdingen und Hemmingen ist heute (Donnerstag, 9. November) der Weg für die beschleunigte Strohgäubahn frei gemacht worden. Landrat Dr. Rainer Haas, Vertreter des Zweckverbands Strohgäubahn und der Hemminger Bürgermeister Thomas Schäfer machten den Auftakt für die Pflanzung von rund 4900 Bäumen. Die große Ausgleichsmaßnahme dient einer optimalen Streckenführung und ermöglicht eine Anbindung von Ditzingen-Heimerdingen im Halbstundentakt.

v.l.n.r.: Revierförster Frank, Fachbereichsleiterin Forsten Gmelin, Bürgermeister Schäfer, Oberbürgermeister Makurath, Landrat Dr. Haas, Waldarbeiter Kurt Haller, Forstwirtschaftsmeister Arzt
v.l.n.r.: Revierförster Frank, Fachbereichsleiterin Forsten Gmelin, Bürgermeister Schäfer, Oberbürgermeister Makurath, Landrat Dr. Haas, Waldarbeiter Kurt Haller, Forstwirtschaftsmeister Arzt


„Der Zweckverband Strohgäubahn befand sich für die optimierte Streckenführung im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz“, sagte Landrat Haas bei der Baumpflanzaktion. Einerseits wolle die Landwirtschaft ihre wertvollen Böden erhalten, andererseits müsse Rücksicht auf eventuelle Feldbrüter genommen werden. Deshalb sei es umso löblicher, dass ein örtlicher Landwirt sich bereit erklärt habe, das für den Ausgleich benötigte Grundstück zu verkaufen. Nötig wurde der Ausgleich, weil für die Strohgäubahn nun einen optimierten Streckenverlauf im Heimerdinger Wald geschaffen wurde. Die Bahn kann dank größerer Kurvenradien 80 Kilometer pro Stunde statt bislang 50 km/h fahren. „Zusammen mit den sprintstarken Fahrzeugen der Strohgäubahn ermöglicht das eine Anbindung von Heimerdingen im Halbstundentakt“, so Haas weiter.
 
Der Ausgleich für den Eingriff in den Forst erfolgt im Verhältnis 3:1 – das heißt: für jeden Baum, der gefällt werden musste, werden drei neue gepflanzt. Auf einer Ausgleichsfläche von rund 8600 Quadratmetern werden nun etwa 4900 Bäume gepflanzt, darunter 3100 Traubeneichen, 200 Winterlinden und 400 Sträucher am Waldrand. Das bepflanzte Gelände wird eingezäunt, um es vor Wildfraß und Wühlmäusen zu schützen. So wird die Strohgäubahn noch ein Stück attraktiver. Ohnehin liegen die Fahrgastzahlen mit 3.600 Fahrgästen pro Tag weit über der ursprünglichen Prognose (2000 Fahrgäste) -  und das, obwohl Heimerdingen bislang noch nicht angebunden ist. „Für Schülerverkehr und Pendler ist die Strohgäubahn aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken“, betonte Landrat Haas. Nun sei ein Halbstundentakt bis in die Abendstunden und im Wochenendverkehr möglich. Wenn die Infrastruktur modernisiert ist, stehe auch einer Durchbindung der Strohgäubahn bis Feuerbach aus technischer Sicht nichts mehr im Wege.