Gemeinde Hemmingen

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Aktuelles aus dem Rathaus

Ehrenplakette "Für Hemmingen"

Ehrungen mit der Plakette „Für Hemmingen“
 
Im Rahmen des Neujahrsempfangs 2018 wurden 4 Mitbürgerinnen und 3 Mitbürger für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde geehrt.
 
Im Jahr 2015 hat der Gemeinde beschlossen, neben den Auszeichnungen mit der Ehrenbürgerwürde und der Bürgermedaille noch eine weitere Anerkennung zu schaffen, um das vielfältige ehrenamtliche Wirken auch mit einem kleinen Ausrufezeichen des Dankes versehen zu können.
 
In den Ehrungsrichtlinien heißt es:
Die Ehrenplakette der Gemeinde Hemmingen „Für Hemmingen“ können Einzelpersonen, Gruppen und Mannschaften erhalten, die sich durch ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen, Organisationen, Kirchen und Projekten im kulturellen, sportlichen oder sozialen Bereich oder in vergleichbarer Weise um die Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben. Hierzu gehören auch die Bereiche Natur, Landschaft und Umwelt. Eine 10-jährige Anwartschaft wird vorausgesetzt.
 
Und gerade auch, so ist zwischen den Zeilen der Richtlinie zu lesen, soll die Ehrung die Menschen einmal in den Vordergrund bringen, die vielleicht unscheinbar oder zurückhaltend, aber umso tatkräftiger und mit viel zeitlichem Einsatz ihr Ehrenamt ausfüllen.

So hatte Bürgermeister Schäfer die Freude Hannelore Haller, Lioba Stehmer, Dorothe Vorndran, Brigitte Zimmermann, Wolfram Bock, Walter Rommel und Erich Zimmermann mit der Plakette „Für Hemmingen“ auszeichnen.


Laudationen von Bürgermeister Schäfer vom 22.01.2018

Frau Hannelore Haller ist seit 1975 Mitglied beim Landfrauenverein Hemmingen, übernahm bald das Amt der Schriftführerin und steht dem Verein bereits seit dem 11.04.1990 vor.

Bald 28 Jahre sind sie also Vorsitzende eines großen Hemminger Vereins, der sich im Laufe der Jahre auch dem gesellschaftlichen Wandel angepasst hat. Die bäuerlichen Wurzeln sind dem Selbstbewusstsein gewichen, Frauen vom Land zu sein und mit einem ganzen Reigen von Themen, wie Sport, Kultur, Erwachsenenbildung ein breitgefächertes Angebotsspektrum anzubieten, das weit über das Kuchen backen hinaus geht – was Sie und Ihre Mitstreiterinnen zweifelsohne perfekt beherrschen!
Ihren langjährigen Einsatz wissen auch wir von Seiten der Gemeinde sehr zu schätzen: Die Organisation der Seniorennachmittage funktioniert im eingespielten Team reibungslos und was wären auch unsere kommunalen Brennholz-Versteigerungen mit einem Bewirtungsteam rund um die Familie Haller.
 
Liebe Frau Stehmer,
seit vielen Jahren engagieren Sie sich insbesondere in der Katholischen Kirchengemeinde St. Joseph Münchingen mit Hemmingen und sind bereit seit März 1996 zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates. Damit verbunden sind viele weitere Aufgaben in der kirchlichen Verwaltungsarbeit in der Heimatgemeinde als auch weitere ehrenamtliche Verpflichtungen in der Seelsorgeeinheit als auch auf Dekanatsebene, wo sie auch als zweite Vorsitzende des Dekanatsrats Ludwigsburg agieren. Auch in Zeiten von Vakanzen waren Sie besonders gefordert. Auch im Gottesdienst sind Sie sowohl als Leiterin der Wort-Gottes-Feiern engagiert wie auch bei den Andachten im Kleeblatt-Pflegeheim.
Sie sind eine der beiden Hauptleiterinnen der Ökumenischen Dorffreizeit in den Sommerferien und bringen darüber hinaus sich das ganze Jahr in der Spielstube mit ein. Die Arbeit im Krankenpflege-Förderverein mit dem Gemeinsamen Mittagstisch und die aktive Mitwirkung in der Gesellschafterversammlung der Ökumenischen Sozialstation sollen auch nicht unerwähnt bleiben.
 
Als Nächstes darf ich mich an Frau Dorothe Vordran wenden:
Ihre aktive Zeit als Mitarbeiterin auf dem Ortsbauamt habe ich nicht mehr mitbekommen, so dass ich auch keineswegs befangen bin, Sie heute ehren zu dürfen. Sie habe ich vielmehr im Ehrenamt kennengelernt. Direkt natürlich als Leiterin des Arbeitskreises Besuchsdienst, bei dem es darum geht, jedem im Ort, der 80. Jahre alt wird einen netten Kontakt zu vermitteln, der die Geburtstagsgrüße der Gemeinde überbringt und unterjährig Kontakt zu unseren Senioren hält. Am kommenden Dienstag werden wir uns alle zusammen wieder treffen und heuer sage und schreibe 93 Neu-80-Jährige „verteilen“.
Wer sich angesprochen fühlt, darf dies durchaus als Werbeblock verstehen J
Darüber hinaus haben Sie viele Jahre beim Mutter-Kind-Turnen und bei der Frauengymnastik als Übungsleiterin mitgewirkt.
Selbstverständlich wird Ihr Name auch mit der Frauenwoche und der daraus entstandenen DistelART in Verbindung gebracht. Die Kulturnacht habe ich schon erwähnt, die anderen kulturellen Highlights sind uns auch alle wohl bekannt. Auch das Mehrgenerationenprojekt „WAGEN“ ließ sich Sie engagieren. Ebenso sind Sie in der Flüchtlingshilfe engagiert und nicht zuletzt eine regelmäßige Besucherin der Seniorinnen und Senioren im Kleeblatt Pflegeheim.
Das „con spirito“ auch noch auf Sie zählen kann, haben wir eben schon gehört.
 
Liebe Frau Zimmermann,
 
seit vielen Jahren sind Sie verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Weltgebetstages und führen in dieser Funktion ein Team von weiteren Ehrenamtlichen.
Der Weltgebetstag ist eine starke, ökumenische und internationale Basisbewegung christlicher Frauen in über 170 Ländern und fördert die Verständigung für Lebensbedingungen von Frauen aus anderen Ländern und Erdteilen.
Um die unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründe zu erkennen, bedarf es einer intensiven Beschäftigung mit dem Land, das jedes Jahr ins Zentrum des Weltgebetstags gestellt wird. Dafür nimmt Brigitte Zimmermann dann auch jedes Jahr an einer Bildungsreise in die entsprechenden Länder teil, um aus erster Hand und authentisch von der Lebenssituation dort berichten zu können.
Bei Veranstaltungen und Vorbereitungstreffen auch in anderen Kirchengemeinden wird dann so Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen weitergegeben.
Die haben diese Arbeit in Hemmingen aufgebaut und kontinuierlich fortgeführt. Dafür darf ich Sie heute Abend mit der Plakette „Für Hemmingen“ ehren und Sie zu mir auf die Bühne bitten.
 
Kommen wir zu den männlichen Protagonisten des heutigen Abends.
 
Lieber Herr Bock,
seit Jahrzehnten setzen Sie sich für den Erhalt der Natur in und um Hemmingen ein. Seit 1986 sind Sie stellvertretender Vorsitzender des NABU Schwieberdingen-Hemmingen und als Naturschutzwart ganz praktisch im Naturschutz in Hemmingen unterwegs. Ihr Auto wurde quasi zu einer rollenden Werkstatt um immer einsatzbereit zu sein um z.B. die bald 250 Nistkästen in Hemmingen zu betreuen und eben auch zu reparieren. Dort fühlen sich dann nicht nur unsere heimischen Vögel wohl, sondern auch Siebenschläfer. Natürlich Herr Wolfram Bock auch sein handwerkliches Geschick, um Wildbienenhotels zu bauen. Kleine Steinkäuze haben Sie gefüttert und aufgepäppelt und auch der Amphibienschutz liegt Ihnen am Herzen. So ging es auch auf Ihre Initiative zurück, dass die Kröten nun durch einen Tunnel zum Böhnlachteich wandern können und nicht mehr mit Eimern über die Straße getragen werden müssen.
Vielen Dank, dass Sie sich so für den Erhalt unserer Natur einsetzen und dafür darf ich Sie heute Abend ehren.
 
Nach kulturellen, kirchlichen, sozialen und ökologischen Ehrungen kommt wir nun zum Sport und zeigen damit, dass heute wirklich alle Register gezogen werden, die unsere Ehrungsrichtlinie umfasst.

Lieber Herr Rommel,
beim GSV Hemmingen sind Sie ein Kind der ersten Stunde, was den Wiederaufbau anbelangt. Gleich nach der Genehmigung durch die Allierten wurde Walter Rommel Mitglied und neben dem Fußball hatte es Ihnen Tischtennis besonders angetan. 1964 waren Sie dann einer der Gründer der Tischtennis-Abteilung. Seit dieser Zeit haben Sie diesen Sport des Zelluloid oder heutigen Plastik-Balls in verschiedenen Funktionen in der Tischtennisabteilung und im Gesamtverein  hochgehalten und insbesondere die Jugend gefördert. Über Jahrzehnte waren Sie Jugendleiter und das die Hemminger Tischtennis-Jugend so erfolgreich ist, ist auch mit Ihr Verdienst. Besonders bemerkenswert ist, dass Sie, ich glaube in dem Alter darf man das sagen, mit fast 84 Jahren immer noch in der dritten Mannschaft spielen.

Lieber Herr Schneider,
was passt besser im Jahr einer Fußball-Weltmeisterschaft, bei der wir hoffen, dass Deutschland eine ebenso gute Figur macht wie in Brasilien vor 4 Jahren, einen zu ehren, der auch schon einen Nationalspieler zum Dribbeln ermutigte und wahrscheinlich auch mal zum Ball holen schicke. Bis Erich Schneider aber Serge Gnabry hier in Hemmingen trainierte, haben aber schon viele andere Kinder und insbesondere Bambinis durch Sie ihre Freunde am runden Leder entdeckt. 1963 kamen Sie nach Hemmingen und wurden Mitglied bei der GSV und bereits 1965 sind Sie ins Vereinsmanagement eingestiegen, hatten in der Fußballabteilung so ziemlich jede Position inne und haben den Gesamtverein auch im Vorstand unterstützt. Jahrelang waren Sie Jugendleiter Fußball und die Freude an der Arbeit mit Kindern ist Ihnen bis heute geblieben.
Auch heute noch sind Sie als Trainer der Vier- bis Sechsjährigen aktiv und bei Wind und Wetter auf dem Sportplatz antreffen.
Herr Schneider, für über 50 Jahre Ehrenamt im Sport darf ich Sie heute auszeichnen und Sie zu mir nach oben bitten!