Gemeinde Hemmingen

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Aktuelles aus dem Rathaus

Sanierung und Erweiterung der Glemstalschule

Bericht über die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Schwieberdingen-Hemmingen am 2. Mai 2019
Grundsatzbeschluss zur Sanierung und Erweiterung der Glemstalschule

In der Verbandsversammlung am 2. Mai 2019 fassten die Mitglieder der Verbandsversammlung einstimmig den Grundsatzbeschluss zur Sanierung und Erweiterung der Glemstalschule. Vorausgegangen waren am 29.04.2019 und 30.04.2019 entsprechende Beschlüsse in den Gemeinderatssitzungen in Schwieberdingen und Hemmingen.
In der Verbandsversammlung wurde nochmals auf die Historie hingewiesen. Die Realschule startete im August 1978 und zum Schuljahr 1979/1980 wurden die damals neu gebauten Räumlichkeiten bezogen. Im Jahr 1994 wurde der Anbau mit Lehrerzimmer und „Bildender Kunst“ eingeweiht. Mit dem Bau des Mensa-Gebäudes zwischen Hermann-Butzer-Schule und Glemstalschule wurde der Schulcampus vorerst baulich abgeschlossen. Die Glemstalschule nahm im Schuljahr 2013/2014 als Gemeinschaftsschule den Schulbetrieb auf, die Realschule wurde auslaufend fortgeführt. Nach der Umwandlung zeigte sich entgegen der Annahmen in den Gutachten, dass die Räumlichkeiten der ehemaligen Realschule und die durch die auslaufende Hauptschule freiwerdenden Klassenzimmer in der Hermann-Butzer-Schule nicht ausreichen werden. Deshalb wurde bereits im Jahr 2015 damit begonnen, die Gebäudesubstanz im Hinblick auf eine Sanierung zu untersuchen und Erweiterungsmöglichkeiten zu prüfen. Verschiedene Diskussionen sorgten für Unterbrechungen in der stringenten Weiterverfolgung dieses Themas, sodass erst im Jahr 2018 ein genaues Raumprogramm unter Einbeziehung der Schulgemeinschaft erstellt werden konnte. Die daraus ermittelten Kosten bedurften allerdings einer weiteren intensiven Prüfung des Vorhabens.
In der Verbandsversammlung am 02. Mai 2019 wurde die mit einem Kostendeckel versehene Variante vorgestellt. Die Gesamtkosten der Maßnahmen setzen sich aus den Baukosten, den zu erwartenden Preissteigerungen und den Kosten für die Ausstattung zusammen. Zur Vergleichbarkeit der nun vorliegenden Kosten mit der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2015 wurden die damaligen Kosten um die bis dato angefallenen Baupreissteigerungen sowie die zukünftigen Baupreissteigerungen ergänzt. Danach erhöhten sich die Kosten der Machbarkeitsstudie 2015 auf 19,2 Mio. €. Dem gegenüber stand die Variante für die Sanierung und Erweiterung der Glemstalschule mit 28,2 Mio. €. Aufgrund der deutlich gestiegenen Gesamtkosten war es das Ziel der Optimierungsphase, Kosten einzusparen und eine Kostenobergrenze festzulegen. In einem ersten Schritt wurden dazu die Programmflächen mit Priorität auf die Bestandsflächen aufgeteilt und möglichst viele Nutzungen im Bestand des bisherigen Schulgebäudes mit kleinstmöglichen Eingriffen in der Raumstruktur untergebracht. Durch die multifunktionale Nutzung der Mensa konnte die Aula in der Planung entfallen. Unabhängig davon sollte aber der bisher geplante Sanierungsumfang voll umfänglich erhalten bleiben. Als weiterer Schritt wurden die Gemeinschaftsbereiche wie bisher im Erdgeschoss des Zwischenbaus mit einer Mensa für den Bedarf der Schul- und Hortkinder eingeplant. Alle übrigen Flächen wurden in einem Neubau verortet. Dadurch konnten die Gesamtkosten auf 24,3 Mio. € reduziert werden. Darin nicht enthalten sind die Kosten für die Ausstattung und die eventuelle Absenkung der Straße einschließlich eines Übergangs zwischen dem Bestandsgebäude und dem Neubau. Die Gegenrechnung von Fördermitteln ist ebenfalls noch nicht berücksichtigt. Da die Kosten mit 24,3 Mio. € aber immer noch deutlich von den fortgeschriebenen Kosten aus der Machbarkeitsstudie mit 19,2 Mio. € abwichen, wurde eine Kostenobergrenze beschlossen, die durch Flächenreduzierung erreichbar ist; Klassenzimmer sollen ausdrücklich nicht reduziert werden. Zur Erreichung dieser Kostenobergrenze von 23 Mio. € müssen beim Raum- und Funktionsprogramm ca. 220 m² Programmfläche, dies entspricht rd. 400 m² Brutto-Grundfläche bzw. 5% des Gesamtflächenprogramms, eingespart werden. Die Schulgemeinschaft soll im nächsten Schritt darüber entscheiden, mit welchen Anpassungen das Ziel erreicht werden kann. Für die Ausstattung der Schule fallen voraussichtlich zusätzliche Kosten in Höhe von rd. 1,7 Mio. € an, sodass sich die Gesamtkosten auf rd. 24,7 Mio. € belaufen werden.
Der Verbandsrechner führte aus, dass die Finanzierung der Maßnahme ein finanzieller Kraftakt wird, da der Gemeindeverwaltungsverband lediglich über die Einnahmen für den laufenden Schulbetrieb verfügt und somit die Baufinanzierung ausschließlich von den beiden Verbandsgemeinden getragen werden muss. Die derzeitigen Annahmen gehen davon aus, dass mit Landeszuschüssen aus der Schulbauförderung nur für den Erweiterungsbau in Höhe von 3 Mio. € gerechnet werden kann; ob zu gegebener Zeit eventuell auch Mittel für die Schulhaussanierung beantragt werden können, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Bei einer kompletten Fremdfinanzierung würde sich für die nächsten 30 Jahre eine jährliche Tilgung in Höhe von rd. 720.000 € ergeben, die Zinszahlungen bei 1,7 % wären anfänglich jährlich bei knapp 370.000 €. Aufgrund der genannten Finanzierungskosten ist es nach den Ausführungen des Verbandsrechners geboten darüber nachzudenken, inwieweit anstelle der Kredite liquide Eigenmittel der Gemeinden zum Einsatz kommen können. Die Finanzierung der Schulbaumaßnahmen wird sich damit aber direkt auf die Priorisierung der weiteren kommunalen Projekte auswirken.
Der Verbandsvorsitzende ergänzte, dass für eine solche Baumaßnahme auch personelle Ressourcen erforderlich sein werden. Deshalb wurde die Verwaltung des Gemeindeverwaltungsverbandes beauftragt aufzuzeigen, welche zusätzlichen Personalressourcen zur Umsetzung dieser Maßnahme geschaffen werden müssen. Nach Beschlussfassung sollen dann die zusätzlichen Stellenanteile oder finanziellen Mittel in der nächsten Haushalts- und Finanzplanung berücksichtigt werden.

Erweiterung der Glemstalschule, Container für 2 Klassenzimmer

Die Verwaltung wurde beauftragt, zwei weitere Klassenzimmer in einer Containerlösung zur Erweiterung der Glemstalschule in unmittelbarer Nähe zu den bereits bestehenden Containerbauten neu zu erstellen. Das Baugesuch ist eingereicht, die Genehmigung für die Erstellung der Gebäude steht noch aus. Im Bauprogramm sind auch ein 1 WC-Container und 1 Lehrerzimmer enthalten. Für die geplanten Container fallen bei einer Mietdauer von 2 Jahren Kosten in Höhe von rd. 258.000 € an. Der Kauf der Containeranlage hätte rd. 565.000 € gekostet. Die Verbandsversammlung hat sich aufgrund der höheren Flexibilität für die Mietvariante entschieden. Grundsätzlich besteht aus Kostengründen und aus den schulischen Überlegungen das Ziel, sobald wie möglich alle Provisorien auf der ausgewiesenen Interimsfläche bei den Leichtathletischen Anlagen zusammenzuführen. Im Übrigen werden erst die konkreten Planungen des Bauablaufs ergeben, wie viele Klassenräume überhaupt während der Neubau- und Sanierungsphase in Provisorien ausgelagert werden müssen.