Heimerdinger Str. / Alte Schöckinger Straße: Gemeinde Hemmingen

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Armenhaus

1716 wird für Hemmingen ein Armenhaus erwähnt. Nach den großen Bevölkerungsverlusten im 30jährigen Krieg (1618-1648) hatte sich in Hemmingen (1653: 217 Einwohner) wie in Württemberg die Bevölkerung bis Mitte des 18. Jh. verdoppelt. Mit der wachsenden Bevölkerung stieg bei der traditionellen Wirtschaftsweise auch die Zahl der Armen. Die bürgerliche Gemeinde war verpflichtet, für ihre Einwohner, die das Bürgerrecht besaßen und obdachlos wurden, eine „Behausung“ zu schaffen. Das 1716 erwähnte Armenhaus lag am südwestlichen Ortsende und am Ortsetter, auf der Karte von 1831 ist es das Haus Nr. 66 (später Heimerdinger Str. 8). Es wurde 1937 abgebrochen. 1823 errichtete die Gemeinde, wieder am südwestlichen Ortsetter, ein zweites, sehr kleines Armenhaus (Nr.171 am Beginn der Alten Schöckinger Straße). Nach dessen Abbruch wurde das ältere Armenhaus wieder benutzt bzw. für Gemeindebedienstete verwendet.

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