Skulpturenradweg ART LOOP
Der 2022 entstandene ART LOOP Skulpturenradweg durchquert auf ca. 35 km die abwechslungsreichen, wunderschönen Landschaften des Stroh- und Heckengäus und führt dabei durch die Gemeinden Schwieberdingen, Eberdingen und Hemmingen. Entlang des Rundwegs können sieben, eigens für den Radweg angefertigte Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern des Künstlerbunds Baden-Württemberg e.V. entdeckt und bestaunt werden. Seien Sie herzlich eingeladen zu einem spannenden Kunst- und Naturerlebnis im Landkreis Ludwigsburg!
ART LOOP und SCULPTOURA: Kunst und Landschaft im Einklang

Verbindungsradweg zwischen ART LOOP und SCULPTOURA eröffnet
Am Montag, 20. April 2026, wurde die neue Verbindungsstrecke zwischen dem ART LOOP Skulpturenradweg im Landkreis Ludwigsburg und der SCULPTOURA im Landkreis Böblingen offiziell eröffnet. Landrat Dietmar Allgaier und Landrat Roland Bernhard sowie die Bürgermeister der an der Strecke liegenden Städte und Gemeinden nahmen an der Einweihung dieses besonderen interkommunalen Projekts teil.
Landrat Allgaier begrüßte die Anwesenden und betonte die Bedeutung der neuen Verbindung: „Mit der heutigen Einweihung schlagen wir ein neues Kapitel in der erfolgreichen Zusammenarbeit unserer beiden Landkreise auf. Diese Verbindung ist nicht über Nacht entstanden, sondern vielmehr das Ergebnis eines gemeinsamen Weges mit mehreren Etappen – getragen von enger Abstimmung, gegenseitigem Vertrauen und einem klaren Ziel vor Augen. Dass wir dieses Projekt heute gemeinsam realisieren konnten, ist ein starkes Zeichen für das, was möglich ist, wenn wir unsere Kräfte bündeln und konsequent in Bewegung bleiben.“
Auch Landrat Bernhard unterstrich die Bedeutung der landkreisübergreifenden Kooperation und würdigte das Projekt als wichtigen Beitrag zur Stärkung des Rad- und Kulturtourismus in der Region: „Die SCULPTOURA im Landkreis Böblingen geht in ihr zwölftes Jahr. Dieser Erfolg zeigt, dass freizeittouristische Angebote vor der eigenen Haustür ankommen und unsere Region das Potential zum Ausflugsziel hat. Ich freue mich, dass diese ganz besondere Ausstellung im Freien mit der Verbindung und Verlängerung über Landkreisgrenzen hinweg nun noch attraktiver wird.“
Dem stimmt auch Oberbürgermeister Michael Makurath zu. „Die Verknüpfung der beiden Radwegeabschnitte steht für das Verbindende und Grenzüberschreitende, das auch der Kultur und einem Naturraum wie dem Glemstal zu eigen ist. Die Verbindung von Kultur- und Naturgenuss mit Radtourismus schafft einen Mehrwert für unsere Region. Die Stadt Ditzingen freut sich, den hoffentlich zahlreichen kultur- und kunstinteressierten Radfahrenden auf der Etappe zwischen ART LOOP und SCULPTOURA außer Kunst im öffentlichen Raum, wie dem ,Weltenfahrerbrunnen‘, auch die Möglichkeit zur Einkehr und zur Erholung bieten zu können.“
ART LOOP und SCULPTOURA: Kunst und Landschaft im Einklang
Die Idee, die beiden Kunstradwege miteinander zu verbinden, reicht bis in die Konzeptionsphase des ART LOOP zurück. Bereits früh wurde das Potenzial erkannt, die Themen Radfahren, Kunst und Landschaft über Landkreisgrenzen hinweg miteinander zu verknüpfen. Im Jahr 2023 wurde das Vorhaben im Rahmen eines Treffens der beiden Landkreise konkretisiert und in die Umsetzung gebracht.
Der ART LOOP selbst ist ein rund 35 Kilometer langer Skulpturenradweg durch die Gemeinden Schwieberdingen, Eberdingen und Hemmingen. Entlang der Strecke präsentieren sieben eigens für den Radweg geschaffene Skulpturen von Künstlerinnen und
Künstlern des Künstlerbunds Baden-Württemberg Kunst im öffentlichen Raum. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2022 erfreut sich der Radweg großer Beliebtheit.
Neue Verbindung schafft neue Möglichkeiten
Mit der neuen, rund 15 Kilometer langen Verbindungsstrecke zwischen Schwieberdingen und Leonberg wird nun eine direkte Anbindung an die SCULPTOURA geschaffen, die mit rund 100 Skulpturen zu den bedeutendsten Kunstradwegen der Region zählt. Die Strecke führt durch das landschaftlich reizvolle Glemstal und nutzt überwiegend bestehende Wege wie den Glemsmühlenweg sowie die Hauptroute der E-Bike-Region Stuttgart.
Mehrwert für Tourismus und Region
Durch die Verbindung entstehen vielfältige Mehrwerte: Radfahrende können künftig beide Kunstradwege in einer Tour erleben, während gleichzeitig neue Impulse für die touristische Entwicklung der Region gesetzt werden. Die Nutzung bestehender Infrastruktur unterstreicht zudem den nachhaltigen Ansatz des Projekts.
Besonderheit des ART LOOP Skulpturenradwegs
Der Landschaftsraum des Stroh- und Heckengäus ist kein Museum, sondern ein in Jahrtausenden gewachsener kultureller Raum. Heute begegnen sich dort Menschen mit unterschiedlichen Anschauungen, Erfahrungen und Interessen. Während Land- und Forstwirte in unserer Kulturlandschaft ihrer täglichen Arbeit nachgehen, suchen Wanderer und Radler dort Erholung und Ausgleich von ihrem Alltag.
Der ART LOOP Skulpturenradweg spricht Besucherinnen und Besucher an, die an Kunst und Kultur interessiert sind, aber auch solche, die den Umgang mit zeitgenössischer Kunst nicht gewohnt sind. Die Verbindung von Natur und Kunst will zum Schauen, Fühlen, Empfinden und Denken anregen. Kunstwerke, die überraschend ins Blickfeld rücken und aus wechselnden Perspektiven erfasst werden können, bieten eine spannende Unterbrechung und laden zum Verweilen ein.
Kunst im Landschaftsraum will den Respekt der Natur gegenüber wahren. Frei von jeder Funktionalität tritt das Kunstwerk in wechselseitigen Dialog mit dem Naturraum und seinen topografischen Gegebenheiten. Das ungewöhnliche Zusammenspiel von Skulptur und Raum kann dabei als überraschender Gegensatz empfunden werden. Jedenfalls setzt es in der Landschaft Akzente, die den umgebenden Raum neu erlebbar machen und auf die gestalteten Formen der Kulturlandschaft verweisen.
Auswahl der Skulpturen
Die Auswahl der zeitgenössischen Skulpturen, Plastiken und Installationen, die dauerhaft den Radweg zum neuen kulturellen Highlight im Landkreis machen, ist jetzt durch eine namhafte Jury erfolgt. Bildhauerin Jessica Twitchell, Bildhauer Werner Pokorny, Marco Hompes, Leiter des Kunstmuseums Heidenheim sowie Eva Paulitsch, Kuratorin der Kunsthalle Göppingen, haben eine Vorauswahl getroffen unter den 47 Entwürfen, die von 35 interessierten Künstlerinnen und Künstlern eingereicht worden sind. Bei der endgültigen Auswahl wurden die Expertinnen und Experten unterstützt durch Landrat Dietmar Allgaier, Peter Schäfer, Bürgermeister der Gemeinde Eberdingen, Thomas Schäfer, Bürgermeister von Hemmingen, sowie Nico Lauxmann, Bürgermeister von Schwieberdingen.
Siegerentwürfe
Die Siegerentwürfe sind:
- Thomas Weber: „Turm“
- Reinhard Scherer: „Strohgäuer Sattel“
- Nino Maaskola: „Landmarken weiter als das Auge reicht“
- Nina Laaf: „Begegnung“ und „Dasein“
- Tilmann Eberwein: „Rotation Rack“
- Daniel Wagenblast: „HALLO, HALLO, GUTEN TAG“
Für die Konzeption und Umsetzung des Skulpturenradwegs sind Gesamtkosten in Höhe von rund 210.000 Euro angesetzt. Finanziert wird das Projekt von den Gemeinden Eberdingen, Hemmingen, Schwieberdingen und dem Landkreis Ludwigsburg. Zusätzliche Förderungen kommen von der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg, der Peter Klein GmbH & Co. KG, der Wüstenrot Stiftung, sowie eine Co-Finanzierung vom Verband Region Stuttgart in Höhe von maximal 60.000 Euro.



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